"Einiges könnte ganz schön anders sein"
- Systemische Grundlagen für das Klären von Aufträgen -
Wolfgang Loth
Einleitung
Das Klären von Aufträgen, um das es in diesem Beitrag geht, ist zunächst ein methodisch-praktisches Thema. Wir müssen jedoch davon ausgehen, dass in diesem Praxisthema mehr theoretische Implikationen herumgeistern als es die womöglich einfach erscheinende Methodik nahe legt. Das beschränkt sich nicht auf den notwendigen Hinweis, dass auch systemische Sichtweisen von professionellen Hilfen nicht ohne Bezug auf ethische Überlegungen auskommen (vgl. Reiter 1975, Reiter-Theil 1988, 1997, von Schlippe 1991). Bereits das Anerkennen, dass es im Rahmen systemischer Hilfen wichtig ist, Aufträge zu klären, schließt aus, die in Frage stehende Hilfe als triviale und trivialisierende Abfolge von kontextfreien Schritten zu betrachten. Es schließt somit aus, per se besser zu wissen, was gut sei für andere. Stattdessen wird Kooperieren zum zentralen Merkmal der Hilfe. Das Klären von Aufträgen ist in diesem Sinn eine spezielle Form des Verständigens darüber, wie wir kooperieren wollen.
Gliederung
Nichtwissen und Kontingenz
Systemische Orientierungshilfen
Gesamtimprovisation und Reflexionshilfen: Kontraktorientierung
Vom Anlass zum Auftrag : By the way...
Anlass: Ein Signal im Tohuwabohu
Die Kehrseite der Anlassmedaille: Anliegen
Wie Anliegen zu Aufträgen werden können
Ziele
Was trägt auf der Wegstrecke
von KOLB zu Karl und Karla….
Literatur